Der Unterschied zwischen 'dass' und 'das'

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Dass das Verwechseln von "dass" und "das" ein weit verbreitetes Problem unter Sprachlernern wie Muttersprachlern ist wissen Sie vielleicht. Vielleicht passiert es auch Ihnen öfter. Dem können wir Abhilfe leisten.

"Das" mit einem "s" ist ist immer ein Artikel oder ein Pronomen und kann mit "dies", "dieses" oder "welches" ersetzt werden. "Dass" mit zwei "s" wird nur zur Einleitung von Nebensätzen benutzt und kann nicht mit diesen Wörtern ersetzt werden.

Verwendung von "Das"

1. Demonstrativpronomen

Wenn "das" als Demonstrativpronomen verwendet wird, weist es auf etwas hin, das im selben Satz nicht direkt erwähnt wird. Ersetzt werden kann es in diesem Fall durch "dies", ohne den Sinn zu ändern.


Beispiele:
Das kann doch nicht wahr sein.
Das hatten wir schon letztes Jahr.
Das hatten wir nicht erwartet.
War das eine Freude!
Das ist ein Theater!


2. Relativpronomen

Als Relativpronomen leitet "das" einen Relativsatz ein - einen Nebensatz, der sich auf ein zuvor erwähntes Substantiv bezieht. Es kann hier mit "welches" ersetzt werden. Da auch "dass" häufig Nebensätze einleitet müssen Sie sich diese Regel besonders gut merken.



Beispiele:

Ein Feuerzeug, das nicht funktioniert, ist nichts wert.
Das Haus, das sie sich kauften, war wunderschön.
Wir aßen Schnittlauch, das im Garten gepflückt worden war.
Wir entschieden uns für ein Furnier, das einen edlen Glanz hatte.
Er nahm sich das Stück Käse, das die wenigsten Löcher hatte.


3. Bestimmter Artikel

"Das" ist ein bestimmter Artikel für Wörter, die im Deutschen das Geschlecht "Neutrum" haben. Während "der" für maskuline (männliche) Wörter und "die" für feminine (weibliche) Wörter benutzt wird, verwendet man "das" für neutrale Wörter.


Beispiele:
Das Radio ist seit heute morgen kaputt.
Ich habe das Fenster schon repariert.
Für Stefan ist das Schreiben immer noch schwierig.
Das Frühstücksei ist Ihnen herovorragend gelungen.
Sie haben das Paket noch nicht geliefert.

Gebrauch von "Dass"

Drei Arten von Nebensätzen können durch "dass" eingeleitet werden.

1. Attributsätze

Mit einem Attributsatz wird etwas im selben Satz erwähntes genauer beschrieben.


Beispiele:

Das Gerücht, dass wir unsere Brötchen nicht selber backen, hat unserem Laden geschadet.
Die Äußerung, dass das Budget gekürzt werden soll, gibt uns zu denken.
Herta ruhte sich auf der Genugtuung aus, dass sie die meisten Schnecken gesammelt hatte.
Die Regelung, dass er früher gehen darf, macht andere Mitarbeiter neidisch.


2. Subjektsätze

Ein Subjektsatz verhält sich wie ein Subjekt im Satz - ist also der Teil des Satzes, "der etwas macht".


Beispiele:

Dass er wegzieht, macht uns traurig.
(Wer oder was macht uns traurig? Dass er wegzieht.)
Es gefällt mir, dass du so gerne aufräumst.
(Wer oder was gefällt mir? Dass du so gerne aufräumst.)
Dass Sie zu unserem Kaffeekränzchen kommen ist mir eine Ehre.
(Wer oder was ist mir eine Ehre? Dass Sie zu unserem Kaffeekränzchen kommen.)
Es freut mich, dass es ihm wieder besser geht.
(Wer oder was freut mich? Dass es ihm wieder besser geht)
Es macht mir sehr zu schaffen, dass sie sich hier nicht wohl fühlt.
(Wer oder was macht mir schwer zu schaffen? Dass sie sich hier nicht wohl fühlt.)


3. Objektsätze

Ein Objektsatz verhält sich wie ein Objekt im Satz - ist also der Teil des Satzes, "mit dem etwas gemacht wird".


Beispiele:

Er fand heraus, dass sie in seiner Nähe wohnte.
(Was fand er heraus? Dass sie in seiner Nähe wohnte.)
Ich weiß, dass du lügst.
(Was weiß ich? Dass du lügst.)
Ich glaube, dass sie mich nicht mögen.
(Was glaube ich? Dass sie mich nicht mögen.)
Wir finden, dass die Nachbarn zu laut sind.
(Was finden wir? Dass die Nachbarn zu laut sind.)
Aus Wien schrieb sie, dass die Linzertorte dort herrlich schmeckte.
Was schrieb sie aus Wien? Dass die Linzertorte dort herrlich schmeckte.)